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Roter Platz, Riesen-Geburtstagstorte, grüne Parkplätze und gratis Kunstgenuss

Foto. wn.de

Münster lädt vom 5. – 7. September ein / Nacht der Museen und Galerien mit 42 Kunstorten

2500 Stückchen Geburtstagskuchen auf der Ludgeristraße, begrünte Parkplätze am Verspoel, Arien vom Balkon des Erbdrostenhofs, „Todsünden“ und „Apokalypse“ in Stadtteilen, Museumsbesuche bei Nacht  und mittendrin der Rote Platz: Wenn Münster vom 5. bis 7. September für Kunst und Kultur den roten Teppich ausrollt, können sich Schauraum-Fans wieder auf beliebte Klassiker und neue Orte und Projekte freuen.

Roter Platz

Epizentrum des Kulturfestivals ist der Rote Platz. Die Open-Air-Lounge auf dem Platz des Westfälischen Friedens hinter dem Rathaus lädt an allen drei Schauraum-Tagen und -Nächten mit rotem Teppich, weißem Designermobiliar, Livemusik, DJ-Sounds, leckerem Essen und Trinken und phantasievollen Illuminationen als Treffpunkt ein. Auf der Bühne eröffnet Oberbürgermeister Markus Lewe am Donnerstag, 5. September, um 17 Uhr den Schauraum. (Do 5.9. – Sa 7.9.)

Geburtstag im Quartier

Wer vorher Lust auf Süßes hat, kommt bereits um 14.30 Uhr in die Münster Arkaden, wo mit einem großen Kuchenessen die Geburtstagsfeier für die Ludgeristraße als Münsters ältester Fußgängerzone beginnt. Zum 50. Bestehen der autofreien Einkaufsmeile schneidet OB Lewe eine riesige 3-D-Torte an, deren 2500 Kuchenstückchen darauf warten, vertilgt zu werden.

Freitag und Samstag geht der Geburtstag im Quartier weiter. An vielen Stellen auf der Ludgeristraße laden eigens gestaltete Sitzwürfel zum Platznehmen ein, und das Ludgeriviertel gratuliert mit kleinen Programmpunkten an und in der Ludgerikirche, in den Münster Arkaden und auf dem Harsewinkelplatz. Mit dabei sind Bands der Westfälischen Schule für Musik, Ensembles aus der Ludgeri-Gemeinde, das Charivari-Puppentheater und Autogrammstunden mit Münsters Top-Sportteams. (Do 5.9. – Sa  7.9.)

Piazza

Ein kleines Jubiläum kann in diesem Jahr auch die Piazza vor dem Erbdrostenhof feiern: Bereits zum 15. Mal öffnen die Kaufleute der Salzstraße die Tore des barocken Stadtpalais und zaubern mit der langen weißen Tafel, romantischer Beleuchtung, Arien vom Balkon und italienischen Köstlichkeiten mediterranes Flair auf den Platz. (Fr 6.9 – Sa 7.9.)

„Park“-Platz

Etwas rustikaler geht es am Verspoel zu. In Erinnerung als seine Vergangenheit als Froschteich holt die Straße gemeinsam mit dem Botanischen Garten der Westfälischen Wilhelms-Universität die Natur ins Stadtzentrum und verwandelt Parkplätze in kleine grüne Oasen. Hier können Gäste eine kleine Auszeit nehmen, sich auf Parkbänke setzen, „Gartenzaun-Gespräche“ führen oder sich über den Botanischen Garten informieren. (Fr 6.9. – Sa 7.9.)

Nachts im Museum

Mit der Museumsnacht erreicht der Schauraum am Samstag, 7. September, seinen Höhepunkt. Von 16 Uhr bis Mitternacht laden 42 Kunstorte bei freiem Eintritt zum Kulturbummel durch Museen und Galerien ein (Ausnahme: Das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster reduziert den Eintritt auf 3 Euro). Es gibt junge Künstler, Malerfürsten und prägende Epochen wie das Bauhaus oder die klassische Moderne zu entdecken. Ateliergemeinschaften stellen sich vor und Künstler laden ein, über ihre Werke ins Gespräch zu kommen. Lesungen, Vorträge, Theater, Inszenierungen und Aktionen ergänzen die nächtlichen Kunsterlebnisse.

Geführte Touren zu Fuß oder mit dem Bus laden zum Mitgehen oder Mitfahren ein. Während es auf den Bustouren zu Orten außerhalb der Innenstadt geht, widmet sich der Familienrundgang Ausstellungen in der Innenstadt. Die Teilnahme ist kostenfrei, die Zahl der Plätze begrenzt. Anmelde- und Startpunkt ist das Infozelt auf dem Roten Platz im Rathausinnenhof.  (Anmeldung ab Do  5.9., 15 Uhr und online unter www.schauraum-muenster.de)

Kunst an besonderen Orten

Dass man in Münster Kunst nicht nur im Museum findet, sondern auch an ungewöhnlichen Orten wie in einem Versicherungsgebäude oder in einer Bausparkasse, zeigen die LVM und die LBS. Eigens zum Schauraum öffnen die beiden Institutionen ihre Türen und machen ihre Kunstschätze zugänglich.

So gibt es im LBS-Gebäude an der Himmelreichallee eine Sammlung moderner Kunstwerke zu entdecken. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Gruppe ZERO mit Arbeiten u.a. von Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker. (Do, 5.9. – Sa, 7.9.)

Im LVM-Kristall und im angrenzenden Gebäude sind Malerei, Grafik, Fotografie und Lichtkunst zu besichtigen. (Sa 7.9.)

Todsünden und Apokalypse in Stadtteilen

Mit zwei Trabanten erweitert der Schauraum seinen Radius in die Stadtteile Hiltrup und Kinderhaus. Am Hiltruper Museum kann man den sieben Todsünden begegnen. Hier macht das Ausstellungsprojekt SALIGIA unter der Schirmherrschaft des Klosters Bentlage Station auf seiner Tournee durch das Münsterland. Sieben Künstlerinnen und  Künstler setzen sich auf  sieben Pkw-Anhängern mit dem künstlerischen Motiv der sieben Todsünden auseinander. (Fr 6.9. – Sa 7.9.)

Die „Apokalpyse Münsterland“ ist in einer Containerausstellung auf dem Außengelände des Lepramuseums in Kinderhaus zu erleben. In der fiktiven Annahme, dass die Zukunft ihre Kultur verloren hat und ein SOS mit der Botschaft „Helft uns, schickt uns Kultur, die ihr bewahren wollt!“ an die Gegenwart funkt, haben Museumsgäste für „Apokalypse Münsterland“ Kulturgüter ausgesucht, die zurück in die Zukunft geschickt werden sollen. Diese Objekte haben Studierende der FH Münster mit der Virtual-Reality-Technik zum Leben erweckt. Per VR-Brille lässt sich ihre Geschichte erleben.

„Apokalypse Münsterland“ ist ein Kooperationsprojekt unter der Leitung des Münsterland e.V. und in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Architektur der FH Münster, BOK u. Gärtner GmbH und FabLab Münster. (Sa 7.9.)

Details zum Schauraum enthält ein Programmheft. Es liegt aus in der Münster-Information im Stadthaus 1 sowie in Museen und Galerien. Online steht es unter www.schauraum-muenster.de.

„Schauraum – das Fest der Museen und Galerien“ ist eine Gemeinschaftsproduktion von Münster Marketing und dem Kulturamt in Zusammenarbeit mit den Museen und Galerien, der Initiative Starke Innenstadt (ISI), Stadtviertelgemeinschaften, Sponsoren und Spendern.

Quelle: Stadt Münster