Corona: Unterstützung in Übergangseinrichtungen

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Für Flüchtlinge und Wohnungslose / Beratung und Begleitung

Das Sozialamt betreut in der Stadt verschiedene Übergangseinrichtungen, in denen Menschen leben, die aktuell nicht über eine eigene Wohnung verfügen oder beispielsweise als Asylsuchende noch keinen Zugang zu privatem Wohnraum haben. In den städtischen Flüchtlingseinrichtungen stehen dafür knapp 2400 Plätze zur Verfügung, in den Wohnungsloseneinrichtungen weitere rund 250 Plätze. Hinzu kommen im Bereich der Wohnungslosenhilfe die Wohn- und Übernachtungsangebote der freien Träger für alleinstehende Menschen.

Eine der Anlaufstellen für Wohnungslose mit Essensausgabe ist am Albersloher Weg / Hafengrenzweg in Zusammenarbeit mit dem THW eingerichtet worden. Auch Sanitärcontainer stehen zur Verfügung. Träger der Wohnungslosenhilfe kümmern sich, unterstützt von Ehrenamtlichen, um die Organisation vor Ort.
Foto: Presseamt Münster

In der Zeit der Corona-Krise geht es auch in diesen Einrichtungen darum, die erforderlichen Hygieneempfehlungen in der Beratung und Begleitung der Menschen umzusetzen und die Rahmenbedingungen für das Wohnen in den Einrichtungen so zu gestalten, dass die Menschen dort gesund und sicher leben können.

Aktuell ist kein Infektionsfall bekannt. Um darauf vorbereitet zu sein, hat das Sozialamt mit dem Amt für Immobilienmanagement und den Trägern Maßnahmen für Infektions- und Quarantänesituationen entwickelt, um im Bedarfsfall reagieren zu können.

Die Leiterin des Sozialamtes, Dagmar Arnkens-Homann berichtet: „Wir sind vorbereitet. Im Fall einer Corona-Infektion werden die betroffenen Personen entweder in ihrer aktuellen Unterkunft in gesonderten Bereichen isoliert oder in andere geeignete Bereiche verlegt. Auch Familienmitglieder können im Einzelfall von erkrankten Personen so separiert werden, dass sie weiterhin in geschütztem Rahmen Kontakt zueinander haben und Einkäufe zur Versorgung übernehmen können. Bei Bedarf steht die Einkaufshilfe der Wohlfahrtsverbände zur Verfügung. Schwer erkrankte Bewohnerinnen und Bewohner werden selbstverständlich in die münsteraner Kliniken eingewiesen.“

Städtische Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter stehen beispielsweise über Telefon und E-Mail täglich im Kontakt mit den geflüchteten Menschen. Einmal pro Woche findet in jeder Unterkunft im geschützten Rahmen eine persönliche Sprechstunde statt, die intensiv wahrgenommen wird. Die Träger der Wohnungslosenhilfe sind rund um die Uhr für die wohnungslosen Menschen da, die in deren Einrichtungen vorübergehend leben.

Gerade im Bereich der Flüchtlinge legt die Verwaltung großen Wert auf eine umfassende Aufklärung und informiert mehrsprachig über das Virus und die jeweils aktuellen Erlasse und Verordnungen. Die notwendigen Hinweise zum Coronavirus stehen den Bewohnerinnen und Bewohner in ihrer jeweiligen Muttersprache zur Verfügung. Sie sind in mittlerweile 28 Sprachen auf den Seiten des Kommunalen Integrationszentrums zusammengefasst. Alle relevanten Informationen für geflüchtete Menschen finden sich auch auf der Seite: www.muenster.de/fuer_fluechtlinge.html.

„Insgesamt lässt sich sagen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner in allen Einrichtungen der Flüchtlings- und Wohnungslosenhilfe sich fast durchgehend so verhalten, wie dies in Zeiten von Corona erforderlich ist“, bilanziert Dagmar Arnkens-Homann.

Quelle: Stadt Münster