Corona in Münster: Zahlen steigen an

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Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer ermahnt zu mehr Disziplin

Die Zahl der labordiagnostisch bestätigten Corona-Infektionen in Münster ist auf 871 (Vortag 867) gestiegen. 779 der betroffenen Personen gelten als wieder gesundet. Aktuell leiden 79 Personen unter einer Covid-19-Erkrankung (Vortag 84). 13 sind seit Beginn der Aufzeichnungen im Frühjahr verstorben (keine Veränderung zum Vortag; alle Zahlen mit Stand 14. August).

Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer ordnete die aktuelle Corona-Situation in Münster in einer Sitzung des Krisenstabes am Freitag so ein: „In den vergangenen 10 Tagen hat sich in Münster die Zahl der aktuell Infizierten von 33 auf 84 erhöht. Wir haben es demnach mit deutlich zunehmenden Infektionen zu tun, wenn auch auf einem noch gut beherrschbaren Niveau.“ Wegen der erneut flächenhaften Ausbreitung und des großen Ansteckungspotenzials, das von dem Virus ausgeht, seien jetzt aber „besondere Wachsamkeit und Disziplin“ notwendig. Heuer warnt: „Sonst kommen wir leider schnell in eine Situation, in der erneut harte Maßnahmen zur Entscheidung stehen. Das wollen wir nach Möglichkeit vermeiden.“

Zu den bekannten Ursachen der neuen Dramatik gehören in Münster und bundesweit die Reiserückkehrer. Heuer: „Viele Urlauber besuchen Corona-Risikogebiete. Wie überall in Deutschland führt dies auch in Münster zu steigenden Infektionszahlen.“ Darüber hinaus gebe es eine Handvoll größerer Familien in der Stadt, die einen nennenswerten Anteil an den gestiegnen Infektionszahlen der letzten Wochen haben. Hier treffe die Stadt fortlaufend Quarantäneanordnungen.

Das städtische Ordnungsamt geht unvermindert mit aufklärenden Botschaften und Sanktionen gegen Personen vor, die gegen die Corona-Auflagen verstoßen. Bis zum 18. Juni haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes 9352 Kontrollen im Stadtgebiet vorgenommen, davon 5418 auf Spiel-, Sport- und Schulgeländebereichen und 2607 auf den Grünflächen im Aaseebereich. Seither wurden die Kontrollfrequenzen nochmals verkürzt und auch neue Schwerpunkte gebildet. Heuer: „Wir  erleben, dass ein  großer  Teil der Bevölkerung ohnehin mitzieht und ein anderer sich spätestens nach Aufforderung an die Regeln hält. Ein weiterer, wachsender Teil ist uneinsichtig und provoziert geradezu mit für uns alle gefährlichen Regelverstößen.“ Heuer erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass es ein Hauptziel der Stadt ist, besonders gefährdete Personengruppen wie chronisch Kranke, alte und gesundheitlich geschwächte Menschen zu schützen. „Wer die Regeln einhält, tut etwas für diese Menschen,“ so Heuer.

An diesem Wochenende werden in Münster erstmals seit langem wieder Konzerte mit bis zu 1000 Besuchern erlaubt sein. Die Veranstaltungen in der Nähe des Zoos sind für Heuer ein Test: „Wir müssen genau hinsehen, ob die Veranstaltungen unter Corona-Bedingungen gut funktionieren. Das Ergebnis wird auch richtungsweisend für die Frage sein, ob wir bei Veranstaltungen in diese Richtung weiter arbeiten können.“

Der Katalog dessen, was Privatpersonen aus Corona-Infektionsschutzgründen erlaubt ist oder verboten werden muss, wurde in den vergangenen Monaten mehrfach neu an die jeweilige Lage angepasst. Die Frage, was aktuell gilt, wird auf den städtischen Webseiten unter

https://www.muenster.de/corona_faq.html

sowie auf dem Landesportal NRW unter

https://www.land.nrw/de/wichtige-fragen-und-antworten-zum-corona-virus

in jeweils aktueller Form beantwortet.

Heuer: „Grundsätzlich gilt: Wer Abstand hält, Mund und Nase mit einer Maske bedeckt und sich häufig die Hände wäscht, hilft uns allen sehr, eine zweite Corona-Welle glimpflich zu überstehen.“

Quelle: Stadt Münster

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