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Fasten im Ramadan: Diabetes-Therapie muss angepasst werden

Titelbild Diabetes Ratgeber 5/2019.

Wollen Muslime mit Diabetes im Ramadan fasten, sollten sie dies frühzeitig mit ihrem Arzt besprechen. „Für die Fastenzeit muss die Therapie häufig neu eingestellt werden“, erklärt Diabetesassistentin Johanna Karapinar aus Osnabrück im Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“. „Halten Sie sich an die Anweisungen Ihres Arztes. Dann haben Sie gute Chancen, das Fasten zu meistern.“

Wenn der Blutzucker zu niedrig zu werden drohe, müsse das Fasten aber gebrochen werden, betont sie. „Im Koran sind einige Gruppen von der Fastenpflicht befreit und können stattdessen jeden Tag, an dem sie nicht fasten, einen Bedürftigen speisen, also Essen spenden.“

Für Typ-1-Diabetiker komme das Fasten, wenn überhaupt, nur dann in Frage, wenn ihr Blutzucker streng überwacht werde. „Empfehlen würde ich es trotzdem nicht“, sagt Karapinar. Unter den Typ-2-Diabtikern gebe es einige Gruppen, die auf keinen Fall fasten sollten: schwangere Frauen zum Beispiel. Wenn eine Schwangere mit Diabetes eine Unterzuckerung bekomme, könne das auch für das Ungeborene lebensgefährlich sein. „Menschen, die einen schwer einstellbaren Diabetes haben oder Unterzuckerungen nicht spüren, rate ich ebenfalls vom Fasten ab.“

In diesem Jahr beginnt der Ramadan am 6. Mai und endet am 3. Juni. Weitere Tipps, wie Diabetiker durch den Fastenmonat kommen, finden Leserinnen und Leser im neuen „Diabetes Ratgeber“.

Quelle: Diabetes Ratgeber

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