Wie „spielfältig“ ist Münster?

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Fotos, Töne, Videos sammeln und in der App teilen.
Foto: Stadt Münster

Gutes Morgen Münster macht Kinder und Jugendliche zu Stadtforschern / Mit der App #stadtsache auf der Suche nach Vielfalt im Quartier

Wo stören Autos beim Skaten? Wo wäre Platz für eine Tischtennisplatte? Wo sollten Sitzbänke mit kostenfreiem WLAN stehen?

Kurz vor den Sommerferien haben 150 Schülerinnen und Schüler des Wilhelm-Hittorf-Gymnasiums im Südviertel das Klassenzimmer mit dem Stadtraum getauscht und sich mit Tablets der Schule und der App #stadtsache auf die Suche nach Vielfalt im Quartier rund um ihre Schule gemacht. Mit dabei waren die Jugendlichen der achten Klassen und die Kinder der fünften Klassen. Alle erhalten ein Zertifikat, das sie als Stadtpiloten auszeichnet.

Die digitale Expedition ist der Auftakt für ein weiteres Projekt der Initiative Gutes Morgen Münster. Nach den Zukunftsspaziergängen und dem Wettbewerb „Münster.Vielfalt machen“ rückt nun die Perspektive von Kindern und Jugendlichen in den Focus. „Wie sehen die jungen Münsteranerinnen und Münsteraner ihre Stadt? Wo könnte die Stadt aus ihrer Sicht vielfältiger werden? Was brauchen sie, um sich in ihrem Quartier wohl zu fühlen und was finden sie wichtig für eine gute Zukunft ihrer Stadt“, erläutert Bernadette Spinnen, Sprecherin der Initiative Gutes Morgen Münster und Leiterin von Münster Marketing.

Für das Projekt arbeitet Gutes Morgen Münster mit der Bildungsjournalistin und Lerndesignerin Anke Leitzgen zusammen. Sie hat die App #stadtsache entwickelt, mit der die Kinder und Jugendlichen ihr Umfeld erforschen. Mit dem digitalen Werkzeug lassen sich Fotos, Töne und Videos sammeln, Wege aufzeichnen oder Dinge zählen. Die Ergebnisse kann man dann bestimmten Aufgaben und Aktionen zuordnen und mit anderen Nutzern der App teilen. So entsteht nach und nach eine interaktive Karte, die den Blick der jungen Stadtexperten sichtbar macht.

Rund 150 Schülerinnen und Schüler vom „Hittorf“ sind ausgeschwärmt und haben sich auf digitale Expedition in ihrem Quartier begeben.
Foto: Stadt Münster

Nach dem Wilhelm-Hittorf-Gymnasium beteiligen sich nach den Sommerferien auch eine Grundschule und eine Gesamtschule an dem Projekt für junge Zukunftsforscherinnen und Forscher, so dass am Ende rund 500 Kinder und Jugendliche ihre Vorstellung von Vielfalt in der Stadt zeigen. Unterstützt wird die Aktion von der Sparkasse Münsterland Ost.

Alle Ergebnisse, Ideen und Anregungen der jungen Zukunftsmacher werden auf der Homepage von Gutes Morgen Münster (www.gutes-morgen.ms) eingestellt und fließen damit in den Zukunftsprozess der Stadt ein.

Die Beiträge der Kinder und Jugendlichen sollen auch Teil der geplanten digitalen Dokumentation „Potenzial Vielfalt“ werden. Das crossmediale Buch in Zusammenarbeit mit Anke Leitzgen speist sich aus den Erfahrungen und Ergebnissen der bisherigen Gutes Morgen Münster-Projekte. Mit Interviews, Bildern, Filmen und Best Practice Beispielen möchte es als eine Art Handbuch Impulse geben, wie Vielfalt in einer Stadt funktioniert, gefördert und entwickelt werden kann.

Quelle: Stadt Münster

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