Land gibt Verzögerungen bei Impfstoff-Lieferungen bekannt

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Wegen Verzögerungen bei der Herstellung des Anti-Corona-Impfstoffs verschiebt sich die Inbetriebnahme der Impfzentren des Landes NRW. Betroffen ist auch das Impfzentrum Münster. Nach Angaben der Landesregierung vom heutigen Tag soll mit der Erstimpfung der Über-80-Jährigen nunmehr erst am 8. Februar begonnen werden können – also  eine Woche später als ursprünglich geplant. Ein bereits angekündigtes Anschreiben, mit dem die Stadt und die Landesregierung rund 16.000 betroffene Münsteranerinnen und Münsteraner über Details zur Anmeldung und zum Ablauf der Erstimpfung informieren will, wird wegen der neuen Lagemeldung aus Düsseldorf aktualisiert und voraussichtlich am Donnerstag versandt.

Dosis für Zweitimpfung vorrätig

Wegen des erwähnten Lieferengpasses verschieben sich auch bereits verabredete Termine für die Erstimpfung beispielsweise von Krankenhausmitarbeitenden. Die nun unterbrochenen Erstimpfungen in den Krankenhäusern und Einrichtungen können nach Auskunft des Landes erst ab 1. Februar fortgesetzt werden. An den Planungen für die Zweitimpfung der bereits Erstgeimpften ändert sich durch die Lieferverzögerung in Münster hingegen nichts. Die Stadt Münster ist für die rechtzeitige Verimpfung der Anschluss-Dosis ausreichend bevorratet worden. Zur Erinnerung: Für einen wirksamen Impfschutz müssen jedem Empfänger zwei Dosen im Abstand von etwa drei Wochen verimpft werden. Die meisten Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen, große Teile des dortigen Personals sowie Teile des Personals in Krankenhäusern, haben die erste Impfdosis bereits erhalten. Auch sind bereits Termine für die Verimpfung der Zweitdosis vereinbart.

Terminvergabe ab 25. Januar

Das Prozedere für die Impfterminvergabe für die Über-80-Jährigen ändert sich durch die Lieferverzögerung laut Gesundheitsministerium des Landes nicht. Die Terminvergabe beginnt in ganz Nordrhein-Westfalen wie angekündigt am 25. Januar. Vorgesehen ist, dass den Betroffenen dann jeweils zwei Termine über eine Hotline oder eine Internetadresse zugeteilt werden. Die entsprechende Telefonnummer und die Webadresse sind in den erwähnten Schreiben enthalten. Die Impfung ist kostenlos und freiwillig.

Stadtrat Wolfgang Heuer, Leiter des städtischen Krisenstabes, sagt: „Es ist bedauerlich, dass den Kommunen die Verzögerung bei der Impfstofflieferung so kurzfristig mitgeteilt worden ist. Diese Verzögerung stellt eine Belastung für unsere ohnehin schon sehr anspruchsvolle Planung der anstehenden Massenimpfung dar.“ Gleichwohl sei das Impfzentrum in Münster seit Wochen arbeitsfähig und in der Lage, alles an Impfstoff zu verimpfen, was die Stadt geliefert bekomme. Heuer: „Wo auch immer sonst Engpässe zu beklagen sind – die Stadt Münster hat ihre Hausaufgaben gemacht.“

Besuch nicht ohne Termin

Geimpft wird im „Impfzentrum Münster“, das die Stadt in den Räumlichkeiten der MCC Halle Münsterland aufgebaut hat. Heuer: „Ich gehe davon aus, dass die Impfung der ältesten Bevölkerungsgruppe in Münster einige Wochen dauern wird, abhängig von der verfügbaren Impfmenge und der Impfbereitschaft. Aus heutiger Sicht haben wir leider deutlich zu wenig Impfstoff.“ Heuer bittet eindringlich darum, das Impfzentrum nicht ohne Termin aufzusuchen: „Die Zahl der dort vorhandenen Impfdosen wird genau auf die Zahl der Anmeldungen abgestimmt sein.“

Nachdem die Betroffenen die Infoschreiben erhalten haben, können sie sich unter der kostenlosen Telefonnummer 0800/11611702 oder über die Internetseite www.116117.de anmelden. Vor dem 25. Januar ist weder die Telefonnummer noch die Webseite freigeschaltet. Die Telefonhotline ist ab dem 25. Januar täglich von 8 bis 22 Uhr besetzt.

Das Impfzentrum ist gut per Bus oder Bahn und auch mit dem Auto erreichbar. Wichtig: Die Betroffenen müssen ihren Personalausweis, ihre elektronische Gesundheitskarte und – falls vorhanden – ihren Impfpass mitbringen. Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung ist Pflicht.

Weitere Informationen unter www.muenster.de/corona_impfung