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Aktion Biotonne: Auch im Sommer ohne Plastikbeutel

Plastiktüten und Folienbeutel gehören nicht in die Biotonne.
Foto: Stadt Münster.

AWM: Tipps gegen Gerüche und Maden in der Tonne
„Kein Plastik in die Biotonne“, appellieren die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) seit fast zwei Jahren im Rahmen der „Aktion Biotonne Münster“ an die Münsteraner und Münsteranerinnen. Seitdem hat sich bereits eine Menge getan und viele Bürgerinnen und Bürger verzichten auf Plastiktüten und kompostierbare Folienbeutel. „Auch diese Folienbeutel zersetzen sich nicht vollständig im Verwertungsprozess und hinterlassen im schlimmsten Fall, genauso wie Plastiktüten, kleinste Partikel im Kompost“, erläutert Volker Gaasch von den AWM. Der Abfallberater gibt Tipps, wie man auch im Sommer ohne Plastik- und Folienbeutel Gerüchen und Madenbildung in der Biotonne vorbeugen kann.
Durch hohe Temperaturen und Feuchtigkeit können Bioabfälle unangenehm riechen. Außerdem entsteht ein optimales Mikroklima für die Entwicklung von Maden. Bioabfälle bieten den Larven ein reichhaltiges Buffet. Maden sind ungefährlich, in der Biotonne möchte man sie trotzdem nicht haben. Die Entstehung der Maden beginnt meistens schon in der Küche, nämlich dann, wenn Fliegen auf den dort gelagerten Lebensmitteln ihre Eier ablegen.
„Lebensmittel sollte man deshalb nicht offen herumstehen lassen und Bioabfälle in der Küche in einem Gefäß mit Deckel sammeln“, empfiehlt Gaasch. Draußen sollte die Biotonne nicht in der Sonne, sondern an einem schattigen Platz stehen. Apfel- und Bananenschalen unbedingt großzügig in Zeitungspapier oder in eine Papiertüte packen, so dass sich keine Feuchtigkeit entwickeln kann. Ein Biofilterdeckel kann zusätzlich auf die Biotonne montiert werden. Er schließt sie dicht ab, hemmt die Geruchsbildung und macht es den Fliegen schwer, in die Tonne zu gelangen. Besonders für Biotonnen, die im Keller stehen, ist das empfehlenswert.
Nach der Leerung sollten zerknülltes Papier oder Eierkartons auf den Boden der Tonne gelegt werden, so dass keine Reste am Boden kleben bleiben können und der Behälter vollständig geleert werden kann. Ein kräftiger Wasserstrahl aus dem Gartenschlauch lässt Überbleibsel an den Seitenwänden verschwinden. „Anschließend bitte die Tonne unbedingt auf dem Kopf stehend vollständig trocknen, so dass keine Feuchtigkeit zurückbleibt“, erklärt Gaasch.
Aber was tun, wenn es die Biotonne doch erwischt hat und Maden bereits Einzug gehalten haben? Eine Schicht Gesteinsmehl aus dem Gartenfachhandel bindet Feuchtigkeit und entzieht damit den Maden eine wichtige Lebensgrundlage. „Auf chemische Produkte bei der Madenbekämpfung bitte unbedingt verzichten. Viele dieser Mittel wirken nicht nur toxisch auf die unliebsamen Maden, sondern sind auch eine potentielle Gefahr für Mensch und Tier. Und auch das Gift landet ja dann unweigerlich im Kompost“, unterstreicht Gaasch.
Bei Fragen hilft der AWM-Kundenservice unter der Telefonnummer 02 51/60 52 53 gerne weiter. Infos zur Biotonne gibt es im Stadtportal unter www.awm.muenster.de.