Elefant als Begleiter der drei Könige

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Neuerwerbung für die Neapolitanische Krippe: Der Elefant wurde um 1920 in der münsterschen Gipsformerei Pietro Mazzotti gefertigt. Foto: Stadt Münster – Stadtmuseum

Neapolitanische Krippe im Stadtmuseum mit Neuerwerbung aus Gipsformerei Mazzotti

Zur Einstimmung auf die Weihnachtszeit präsentiert das Stadtmuseum wieder seine prachtvolle neapolitanische Krippe. Die über 250 Jahre alten Figuren sind aufwändig gekleidet und in mehreren Szenen aufgestellt. Neben der Anbetung Christi sorgen das Wirtshaus und ein Marktstand für lebhaftes Treiben.

Dem Stadtmuseum Münster gelang in diesem Jahr eine interessante Neuerwerbung: Aus Privatbesitz erhielt es einen circa 45 cm hohen Elefanten aus bemaltem Gips, der um 1920 in der Gipsformerei Pietro (Peter) Mazzotti in Münster gefertigt wurde. Ursprünglich gehörte der Elefant aufgrund seiner Größe wohl zu einem Krippenensemble aus einer Kirche oder einer Kapelle. Die Firma Mazzotti hatte Anfang des 20. Jahrhunderts verschiedene mehrteilige Krippen im Angebot. Einen berittenen Elefanten als Begleiter der Heiligen Drei Könige gab es aber nur für eine Ausführung, von der bisher nur wenige erhaltene Figuren bekannt sind. Üblich war ein Kamel mit zugehörigem Kameltreiber.

Als Ergänzung der Neapolitanischen Krippe zeigt das Stadtmuseum nun diesen Elefanten sowie die großformatige Reproduktion eines historischen Fotos des kompletten Krippenensembles aus dem Nachlass der Gipsformerei.

Die kostbare barocke Krippe stammt aus Neapel, einem bedeutenden Zentrum der Krippenherstellung. Es ist typisch für Krippen dieser Art, dass neben der Heiligen Familie und der Weihnachtsgeschichte auch Alltagsszenen aus dem 18. Jahrhundert dargestellt sind. 16 prachtvoll gekleidete Figuren bevölkern die münstersche Krippe. Besonders reizvoll sind die Szenen, die „Menschen aus dem Volk“ beim Essen oder beim Einkaufen zeigen. Besucherinnen und Besucher können immer wieder neue Details entdecken.

Quelle: Stadt Münster

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