Meditation: Anfänger brauchen Durchhaltevermögen

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Titelbild Apotheken Umschau AU A 8/2019.

Früher galt Meditation als esoterische Spinnerei – mittlerweile sind Achtsamkeitsübungen fester Bestandteil der Verhaltens-, Schmerz- und auch Suchttherapie. Einsteiger brauchen allerdings ein gewisses Durchhaltevermögen, wie der Bonner Meditationsforscher und Psychotherapeut Dr. Harald Piron im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ erläutert. „Geführte Meditationen sind zum Einstieg sicher zu empfehlen. Doch gerade am Anfang fällt es schwer, längere Zeit still und gerade zu sitzen, ohne dass etwas wehtut.“

Dafür sei die Feinmuskulatur bei vielen nicht ausgebildet. Nach einem Monat regelmäßigen Übens sehe es besser aus. „Auch stundenlanges Meditieren führt nicht automatisch zum erwünschten Ergebnis“, betont der Experte. „Studien und Beobachtungen haben gezeigt, dass in der Regel nach circa 20 bis 25 Minuten ein wohltuendes, befriedigendes Gefühl aufkommt.“ Mehr als eine halbe Stunde pro Sitzung bringe bei Einsteigern kaum zusätzlichen Fortschritt.“

Viele Anfänger gehen laut Piron mit hohem intellektuellen Anspruch an die Sache. „Dabei ist es eigentlich so einfach und kostet nichts außer Zeit.“ Der Psychotherapeut rät: „Besser nichts erwarten und sich ohne Vorbehalte darauf einlassen.“ Es gebe keinen Schalter zum Glück. „Es gibt aber Früchte des Übens.“

Die neue „Apotheken Umschau“ erklärt in ihrer Titelgeschichte, wie Meditation Körper und Seele stärkt und was bei den Übungen beachtet werden sollte.

Quelle: Wort und Bild Verlag

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